B2B-Plattform für DigitalDrink


Resultat & Impact
DigitalDrink ist heute ein digitales Betriebssystem für die Schweizer Getränkeindustrie — mit Plattform, Datenhub, Middleware, Schnittstellen, Bestellprozessen, Artikeldaten, Preisen, Promotionen und Verkaufsdaten in einem gewachsenen Ökosystem.
Herausforderung
Die Getränkeindustrie arbeitete mit unterschiedlichen Warenwirtschaftssystemen, eigenen Datenformaten, manuellen Listen und vielen bilateralen Abstimmungen zwischen Herstellern, Händlern und Plattformen. DigitalDrink brauchte deshalb keine Website, sondern eine skalierbare Systemarchitektur, welche Datenströme standardisiert, Prozesse automatisiert und mehrere Marktteilnehmer auf einer gemeinsamen digitalen Infrastruktur verbindet.
B2B-Plattform für DigitalDrink
Resultat & Impact
DigitalDrink ist heute ein digitales Betriebssystem für die Schweizer Getränkeindustrie — mit Plattform, Datenhub, Middleware, Schnittstellen, Bestellprozessen, Artikeldaten, Preisen, Promotionen und Verkaufsdaten in einem gewachsenen Ökosystem.
Herausforderung
Die Getränkeindustrie arbeitete mit unterschiedlichen Warenwirtschaftssystemen, eigenen Datenformaten, manuellen Listen und vielen bilateralen Abstimmungen zwischen Herstellern, Händlern und Plattformen. DigitalDrink brauchte deshalb keine Website, sondern eine skalierbare Systemarchitektur, welche Datenströme standardisiert, Prozesse automatisiert und mehrere Marktteilnehmer auf einer gemeinsamen digitalen Infrastruktur verbindet.
Ausgangslage – Wo lag das Problem?
DigitalDrink begann nicht als klassisches Webprojekt. Von Anfang an ging es darum, ein strukturelles Problem der Getränkeindustrie zu lösen: Hersteller, Grosshändler, Distributoren, Einkaufsorganisationen und weitere Marktteilnehmer arbeiten mit unterschiedlichen Systemen, Artikellogiken, Preislisten, Promotionen, Bestellprozessen und Datenstandards.
Vor DigitalDrink wurden viele Datenflüsse manuell oder halbmanuell abgewickelt. Artikeldaten wurden verschickt, Preise separat gepflegt, Aktionen mehrfach erfasst, Bestellungen über verschiedene Kanäle verarbeitet und Verkaufsdaten mit grossem Aufwand gesammelt. Jede Partei hatte ihre eigenen Systeme, eigenen Formate und eigenen Workarounds.
Das funktionierte, solange die Datenmengen überschaubar blieben. Aber mit vielen Marktteilnehmern, verschiedenen Systemen, Millionen Datensätzen und laufend neuen Anforderungen wird ein solcher Prozess irgendwann nicht mehr beherrschbar. Die Branche brauchte eine gemeinsame digitale Infrastruktur.
DigitalDrink wurde deshalb als B2B-Plattform für den Austausch von Artikeldaten, Preisen, Promotionen, Verkaufsdaten und Bestellungen aufgebaut. Die Plattform integriert externe Systeme von Herstellern und Grosshändlern, verarbeitet grosse Datenmengen und nutzt mehrstufige Prüf- und Validierungsprozesse, um Datenqualität und Nachvollziehbarkeit sicherzustellen.
smartfactory begleitet DigitalDrink seit 2021 — vom Aufbau der ersten Plattformversion über laufende Erweiterungen bis hin zu einer mehrschichtigen Systemlandschaft aus Plattform, Middleware, Hub, Backstage-Tools und spezialisierten Services.
Umsetzung – Was haben wir gemacht?
smartfactory entwickelte für DigitalDrink nicht ein einzelnes Produkt, sondern ein mehrteiliges digitales Ökosystem.
Im Zentrum steht die DigitalDrink B2B-Plattform. Sie dient als gemeinsamer Arbeits- und Datenraum für Unternehmen der Schweizer Getränkeindustrie. Hersteller, Grosshändler und weitere Marktteilnehmer können dort Informationen veröffentlichen, konsumieren, prüfen, exportieren oder über Schnittstellen automatisiert austauschen.
Die Plattform deckt mehrere Kernbereiche ab: News, Artikeldaten, Preise, Promotionen, Verkaufsdaten und Bestellungen. Zusätzlich stellt DigitalDrink eine REST-API bereit, damit externe Geschäftssysteme direkt mit der Plattform kommunizieren können.
Plattform statt Website
DigitalDrink ist keine Marketing-Website mit Login. Die Plattform übernimmt operative Aufgaben, die in vielen Unternehmen normalerweise direkt im ERP, in Excel, in Spezialtools oder über bilaterale Schnittstellen gelöst werden.
Dazu gehören unter anderem die Verwaltung von Unternehmen und Benutzern, Rollen und Berechtigungen nach Firma, Paket, Kategorie und Funktion, Artikeldaten und Produktinformationen, Preislisten, Promotionen, Verkaufsdaten, Bestellflüsse, Schnittstellen für externe Systeme, Datenvalidierung, Mapping, Standardisierung sowie Exporte und Importe für angeschlossene Partner.
Die Plattformlogik ist dabei rollenbasiert. Informationen gehören in der Regel nicht einem einzelnen Benutzer, sondern einem Unternehmen. Ein Benutzer arbeitet also im Kontext einer Firma. Deren Paket, Kategorien und Rolle bestimmen, welche Module sichtbar sind und welche Aktionen ausgeführt werden dürfen.
Das ist entscheidend, weil Unternehmen in der Getränkeindustrie mehrere Rollen gleichzeitig einnehmen können. Ein Grosshändler kann Besteller sein, aber in anderen Prozessen auch Lieferant. Ein Hersteller kann Datenlieferant, Promotionsanbieter und Empfänger von Bestellungen sein. DigitalDrink musste diese Realität sauber abbilden, ohne für jede Rolle ein separates System zu bauen.
Artikeldaten und PIM-Logik
Ein grosser Baustein ist das Produkt- und Artikeldatenmodul. Es dient dazu, Getränkeartikel mit ihren logistischen, regulatorischen und kommerziellen Informationen strukturiert zu verwalten.
Dazu gehören Verpackungseinheiten, GTINs, Bündel- und Palettenlogiken, Gewichte, Dimensionen, Produktbilder, Marketinginformationen und weitere Daten, welche Grosshändler für ihre eigenen Systeme benötigen.
Damit wurde ein wiederkehrendes Branchenproblem entschärft: Hersteller pflegen Artikeldaten einmal strukturiert, Grosshändler können sie kontrolliert weiterverwenden, und nachgelagerte Systeme erhalten konsistent aufbereitete Daten.
Preise und Promotionen
Ein weiterer Kernbereich sind Preis- und Promotionsdaten. In der Getränkeindustrie sind Aktionen ein zentrales Verkaufsinstrument. Hersteller bieten Sell-in-Promotionen gegenüber Grosshändlern an, Grosshändler leiten daraus Sell-out-Promotionen für Gastronomie, Shops oder Privatkunden ab.
smartfactory entwickelte die Plattformlogik, um solche Aktionen strukturiert abzubilden: Laufzeiten, Zielgruppen, Artikel, Konditionen, Rabattarten, Hersteller, Lieferanten und Empfänger.
Dadurch werden Aktionen nicht mehr nur als PDF, E-Mail oder Excel-Liste kommuniziert, sondern als digitale Datenobjekte verarbeitet. Grosshändler können relevante Promotionen filtern, exportieren und in ihre eigenen Prozesse übernehmen.
Verkaufsdaten und Reporting-Grundlage
DigitalDrink verarbeitet auch Verkaufs- und Absatzdaten. Diese Daten sind für Hersteller und Verbände strategisch wichtig, weil sie Marktbewegungen, Produktperformance und Channel-Entwicklungen sichtbar machen.
Solche Datenflüsse sind heikel. Sie kommen aus unterschiedlichen Systemen, haben unterschiedliche Strukturen und müssen sauber validiert, normalisiert und berechtigt ausgespielt werden. Genau hier liegt eine der grossen Stärken der Plattform: Daten werden nicht einfach gespeichert, sondern geprüft, vereinheitlicht und für verschiedene Nutzergruppen nutzbar gemacht.
Die Plattform verarbeitet grosse Datenvolumen und stellt durch mehrstufige Prüfprozesse sicher, dass Datenqualität und Nachvollziehbarkeit nicht vom manuellen Nachkontrollieren abhängen.
Bestellungen und Pre-Order-Prozesse
Mit der Zeit wurde DigitalDrink zusätzlich um Bestell- und Pre-Order-Funktionalitäten erweitert. Hersteller möchten Vorbestellungen von Grosshändlern sammeln, Grosshändler möchten Bestellungen digital erfassen oder über Schnittstellen übermitteln, Lieferanten möchten Status und Mengen nachvollziehen.
smartfactory entwickelte dafür Bestellflüsse, Schnittstellenlogik und Oberflächen, welche diese Rollen sauber abbilden. Bestellungen können aus externen Systemen an DigitalDrink übermittelt und Statusinformationen wieder abgerufen werden.
Besonders wichtig ist dabei: Eine Bestellung ist nicht einfach ein Formular. Sie enthält Lieferant, Besteller, Lieferadresse, Rechnungsadresse, gewünschte Liefer- oder Abholdaten, Artikelpositionen, Mengen, Kommentare, Gewichte, Bestellnummern und Statuslogik. Diese Informationen müssen zwischen mehreren Systemen konsistent bleiben.
Middleware als Datendrehscheibe
Neben der Plattform entstand eine eigene Middleware. Sie verbindet die Geschäftssysteme der Händler mit Webshops, Plattformen und weiteren Datenkonsumenten.
Die Middleware sammelt, konsolidiert, transformiert und verteilt Daten aus unterschiedlichen Systemen. Dazu gehören Artikeldaten, Preise, Kundenstammdaten, Rechnungen, Lieferscheine, Bestellungen und Bilder.
Das ist kein einfacher API-Proxy. Die Middleware muss Daten aus verschiedenen Systemen verstehen, transformieren, anreichern und in der richtigen Form an unterschiedliche Zielsysteme ausspielen. Je nach angebundenem System verhalten sich die Datenflüsse unterschiedlich: Manche Systeme liefern Daten aktiv, andere müssen abgefragt werden. Diese Unterschiede mussten in der Architektur berücksichtigt werden.
Hub als übergeordneter Datenlayer
Mit zunehmender Grösse entstand zusätzlich der DigitalDrink Hub. Dieser wurde als übergeordnete Schicht zwischen den externen Geschäftssystemen, der Plattform und der Middleware konzipiert.
Der Grund war klar: Wenn immer mehr Datenflüsse hinzukommen, darf weder die Plattform noch die Middleware dauerhaft als Sammelschnittstelle für alles missbraucht werden. Der Hub übernimmt deshalb die Rolle als zentrale Anlaufstelle zwischen externen Systemen und internen Datenkonsumenten.
Der Hub standardisiert Daten, speichert zentrale Datensätze und stellt sie über Schnittstellen für Plattform, Middleware und weitere Services bereit. Dadurch wurde aus DigitalDrink eine mehrschichtige Architektur:
- Plattform für Benutzer, Module und Branchenprozesse
- Middleware für Shop-, System- und Bestelldatenflüsse
- Hub als zentrale Daten- und Transformationsschicht
- Backstage-/Adminbereiche für Betrieb, Pflege und Kontrolle
- APIs für automatisierten Datenaustausch
- Exporte und Importe für Partner ohne vollständige Integration
Diese Aufteilung war entscheidend, damit das System weiter wachsen kann, ohne dass jede neue Anforderung die bestehende Plattformlogik destabilisiert.
Systemarchitektur und technische Tiefe
Die technische Architektur von DigitalDrink wurde auf langfristige Erweiterbarkeit ausgelegt.
Die Plattform ist modular aufgebaut. Neue Bereiche wie Promotions, Pre-Orders, Bestellungen, neue Exporte oder zusätzliche Partnerintegrationen können schrittweise ergänzt werden, ohne das bestehende System neu zu bauen.
Das zeigt die eigentliche Dimension: DigitalDrink ist kein abgeschlossenes Einzelprojekt, sondern ein laufend wachsendes Branchenbetriebssystem.
Datenstandards und Identifikation
Damit automatisierter Datenaustausch überhaupt funktioniert, braucht es gemeinsame Identifikatoren. DigitalDrink nutzt dafür Standards wie GTIN für Produkte und GLN für Unternehmen oder Geschäftseinheiten. Die Plattform setzt diese Standards ein, um Produkte und Firmen eindeutig zu identifizieren und Daten systemübergreifend austauschbar zu machen.
Ohne solche Standards würden Artikel, Preise, Aktionen und Bestellungen nicht zuverlässig gematcht. Gerade in der Getränkeindustrie mit Verpackungseinheiten, Bündeln, Paletten, unterschiedlichen Lieferanten und mehreren Grosshändlern ist diese Eindeutigkeit zentral.
Validierung statt Blindflug
Eine der wichtigsten Systemleistungen ist die mehrstufige Datenvalidierung. DigitalDrink übernimmt Daten nicht einfach ungeprüft, sondern verarbeitet sie durch Prüf- und Validierungslogiken.
Geprüft wird zum Beispiel, ob ein Unternehmen eindeutig identifiziert werden kann, ob ein Artikel zum richtigen Lieferanten gehört, ob eine GTIN gültig und bekannt ist, ob eine Bestellnummer bereits verwendet wurde, ob Artikelpositionen und Mengen plausibel sind, ob Promotionen für den jeweiligen Empfänger sichtbar sein dürfen und ob ein Datensatz vollständig genug für die Weitergabe ist.
Diese Logik reduziert manuelle Kontrolle und verhindert, dass fehlerhafte Daten in angeschlossene Systeme weitergereicht werden.
Rollen, Rechte und Mandantenlogik
DigitalDrink musste verschiedene Benutzergruppen in einer gemeinsamen Plattform zusammenführen: Hersteller, Grosshändler, Distributoren, Verbände, Plattformadministration und später weitere Zielgruppen.
Alle arbeiten auf einer gemeinsamen Datenbasis, aber nicht alle dürfen dasselbe sehen oder tun. Deshalb entwickelte smartfactory eine granulare Rollen- und Berechtigungslogik. Sichtbarkeit, Aktionen und Datenzugriff hängen vom Unternehmen, Paket, Kategorie, Rolle und Kontext ab.
Diese Architektur ermöglicht es, Daten gleichzeitig zu teilen und zu schützen. Ein Hersteller kann Promotionen veröffentlichen, ein Grosshändler kann sie empfangen, ein anderer Marktteilnehmer sieht sie nur, wenn er dazu berechtigt ist.
APIs für echte Systemintegration
DigitalDrink stellt nicht nur Frontend-Funktionen bereit, sondern automatisierte Schnittstellen für externe Systeme und Partnerplattformen.
Über REST-APIs werden Artikel, Preise, Promotionen, Verkaufsdaten und Bestellungen importiert oder exportiert. Damit wird DigitalDrink Teil der operativen Systemlandschaft der angeschlossenen Unternehmen.
Genau das unterscheidet den Case von vielen klassischen Portalen: Die Plattform ersetzt nicht einfach manuelle Eingaben durch Online-Formulare. Sie verbindet bestehende Business-Systeme und schafft einen standardisierten Datenaustausch zwischen Unternehmen, die vorher kaum sauber integriert waren.
Resultat – Was hat sich verändert?
DigitalDrink hat manuelle, dezentrale und schwer kontrollierbare Prozesse in ein gemeinsames digitales Ökosystem überführt.
Statt Artikeldaten, Preise, Promotionen, Bestellungen und Verkaufsdaten über E-Mail, Excel, PDF oder individuelle Sonderwege auszutauschen, laufen diese Informationen heute über strukturierte Module, Schnittstellen und Datenflüsse.
Für DigitalDrink bedeutet das:
- zentrale Datenplattform für die Getränkeindustrie
- deutlich weniger manuelle Datenpflege
- höhere Datenqualität durch Validierung
- standardisierter Austausch zwischen Herstellern und Grosshändlern
- Integration verschiedener Geschäftssysteme
- modulare Erweiterbarkeit über mehrere Jahre
- neue digitale Services auf bestehender Plattformbasis
- bessere Nachvollziehbarkeit von Datenflüssen und Zuständigkeiten
- geringere Abhängigkeit von teuren Standardlösungen mit starren Anpassungen
Besonders stark ist die langfristige Wirkung. Die Plattform wurde nicht einmal gebaut und danach abgeschlossen. Sie wächst seit 2021 mit den Anforderungen der Branche weiter. Neue Module, neue Schnittstellen, neue Services und neue Datenflüsse werden laufend ergänzt.
Damit entstand für DigitalDrink nicht nur Software, sondern ein technologischer Kern des Geschäftsmodells.
Warum Standardsoftware hier nicht gereicht hätte
DigitalDrink ist ein gutes Beispiel dafür, warum Standardsoftware bei echten Plattformprojekten oft zu kurz greift.
Die Anforderungen lagen nicht in einem einzelnen bekannten Prozess, sondern im Zusammenspiel vieler branchenspezifischer Abläufe: Herstellerdaten, Grosshändlerdaten, Systemintegration, Produktdatenmanagement, Preislogik, Promotionslogik, Verkaufsdaten, Bestellungen, Datenhub, Rollen- und Sichtbarkeitslogik, Validierung, Exporte und Backstage-Prozesse.
Ein Standardtool hätte einzelne Teilbereiche abdecken können: PIM, Shop, Connector, Promotionsverwaltung oder Reporting. Aber DigitalDrink brauchte alles zusammen — in einer Architektur, die mit der Branche mitwachsen kann.
Highlight des Projektes
Das Highlight von DigitalDrink ist die Systemarchitektur hinter der Plattform.
smartfactory hat über mehrere Jahre hinweg ein digitales Ökosystem aufgebaut, das Plattform, Middleware, Hub, APIs, Datenvalidierung, Rollenlogik, Schnittstellen und Branchenmodule verbindet.
Aus vielen einzelnen Datenflüssen wurde eine gemeinsame Infrastruktur für die Getränkeindustrie. Hersteller, Grosshändler, externe Systeme und interne Services arbeiten heute nicht mehr nebeneinander, sondern über eine strukturierte digitale Plattformlogik miteinander.
Das ist der Kern dieses Projekts: DigitalDrink ist nicht «eine Website». Es ist eine gewachsene, produktive B2B-Systemlandschaft, die operative Prozesse der Getränkeindustrie digital abbildet und laufend erweitert wird.




